Bundesliga 2020

Noch hallt der Titelgewinn des A.C. Wals in der Blaguss-Bundesliga etwas nach, doch die Weichen für die neue Wettkampfrunde im Jahr 2020 wurden bereits gestellt. Die Bundesliga-Vereine haben sich bei einer gemeinsamen Sitzung auf die Aufstockung der Eliteliga auf zehn Mannschaften geeinigt.

Es sei für Norbert Ratz, Obmann des AC Hörbranz, eine emotionale Sitzung gewesen, „weil im Grunde jeder versucht hat, das Beste für seinen Verein herauszuholen“, bringt er es gleich auf den Punkt. Er findet das neue Ligasystem überhaupt nicht schlecht. Es sei seiner Meinung nach besser als eine 12er-Liga. „Ich denke schon, dass wir vom Niveau her oben mitringen können“, macht Ratz deutlich. Mit Klaus und Götzis sehen die Zuschauer wieder zwei interessente Derbys. „Da ist bei uns die Hütte wieder voll.“

Für Matthias Kathan, den Sportlichen Leiter des KSV Götzis, sei das jetzige Ergebnis von zehn Mannschaften eines der wenigen Möglichkeiten gewesen, die zur Verfügung standen. „Es ist natürlich toll, dass drei Vorarlberger Vereine in der Ersten Bundesliga mit dabei sind.“ Während die Runde 2019 bereits lief, habe es bereits Gespräche gegeben, sagt Kathan. „Vor allem, nachdem bekannt wurde, dass manche Vereine bei einer 8er-Liga nicht mehr mitmachen wollten.“

Zufrieden zeigt sich auch Bernd Ritter. Der Sportchef des KSK Klaus kann sich ebenfalls mit der Aufstockung der Ersten Bundesliga gut anfreunden. Waren es doch die Klauser, die sich bereits für die 8er-Liga eingesetzt haben. „Wir müssen uns auch in die Lage der kleineren Vereine versetzen“, sieht Ritter dabei auch für sie mehr Anreize. Denn es müsste schon viel passieren, dass sich der KSK nicht für das Obere Play-Off qualifiziert. Klaus hat es Anfang September daheim mit der Kampfgemeinschaft Hötting/Hatting zu tun. „Sicherlich ist in solchen Duellen ein gewisses Risiko dabei. Denn hier darfst du dir als Mannschaft nichts erlauben. Es ist also zwingend erforderlich, dass die Vorbereitung so optimal wie möglich verläuft“, blickt Ritter auch gespannt auch auf die anderen Begegnungen, die wie folgt lauten: KG Wien – A.C. Wals, AC Hörbranz – AC Vollkraft Innsbruck, KSK Söding – KSV Götzis und URV Vigaun – RSC Inzing.

Die Zweite Bundesliga ist in zwei Gruppen aufgeteilt. In der Weststaffel sind nur Teams aus dem Ländle dabei: URC Wolfurt und die Junior-Teams des KSK Klaus, AC Hörbranz und KSV Götzis. „Hier freue ich mich auf die spannenden Kämpfe, die hier in der kommenden Saison anstehen werden“, sagt Matthias Kathan. Ins gleiche Horn stößt hier auch Funktionärskollege Bernd Ritter. „Besonders für das Publikum sind die Vorkämpfe vor den Duellen der Ersten Bundesliga interessant“, sagt der KSK-Sportchef. Weil der AC Hörbranz einen guten ausgeweiterten Kader hat, kam für Obmann Norbert Ratz die Option ein Junior-Team zu stellen, überhaupt hier erst in Frage. „Dort können wir unsere Sportler, die in der Ersten Bundesliga nicht zum Einsatz kommen, starten lassen. Das ist schon für sie eine Art Motivation.“ Gerade im Ländle sei es eine Win-Win-Situation, weil die Derbys mehr Spannung für die Fans versprechen. Ratz freue sich bereits auf die neue Wettkampfsaison.

In der Ostgruppe gehen der AC Vorwärts Graz, ASKÖ Leonding und die beiden Junior-Teams des A.C. Wals und RSC Inzing auf Punktejagd. Der Modus ist leicht erklärt: Nach einem Hin- und Rückkampf werden die Platzierungskämpfe ausgetragen und der Aufsteiger in die Erste Bundesliga ermittelt.