RSVV Kampfrichter

Kampfrichter

Der Kampf ist beendet und einer hat gewonnen. Die Ringer trennen sich und gehen still in ihre Ecken zurück, das Publikum applaudiert lautstark. Alle haben den Kampf der beiden verfolgt und sich auf sie konzentriert. Dass noch jemand auf der Matte stand, haben die meisten nicht registriert. So soll es sein! Denn für einen Kampfrichter gibt es kein größeres Lob, als vom Publikum nicht beachtet zu werden. Sein Ziel ist es, Aktionen zu werten, die Gesundheit beider Ringer zu schützen und den Kampf zu lenken. Wenn er überhaupt auffallen soll, dann durch faire Urteile. Doch meist ist es nicht leicht, Entscheidungen zu fällen. Ein Teil des Publikums hält sie immer für falsch. Und verliert eine Mannschaft, sei es auch gerecht, so ist der Mann in Weiß an allem schuld. Die Aktionen hätten viele dann anders bewertet und die Zuschauer haben wieder einen Sündenbock gefunden - wenigstens etwas! Wir vom Ringerforum möchten Ihnen die Arbeit des Kampfrichters hier etwas näher bringen und hoffen, dass Sie daraus neue Erfahrungen gewinnen können.


Was sind eigentlich Kampfrichter?

Die Kampfrichter, auch Mattenleiter oder Kampfrichter genannt, sind das neutrale Organ eines Ringkampfes. Sie sind als einzige außer den Ringern auf der Matte und überwachen das Kampfgeschehen. Sie werten Griffe, achten auf Regelverstöße oder Unsportlichkeiten und küren schließlich einen der Athleten zum Sieger. Kampfrichter müssen neutral und vorurteilsfrei vorgehen. Ihre Entscheidungen gründen sich auf das Regelwerk und durch sie wird ein ordentlicher Kampf ermöglicht. Sie spielen damit eine wichtige Rolle im Ringkampfsport. Ohne sie wären faire Wettkämpfe nicht möglich.

 

Wie werde ich Kampfrichter?

Zum Kampfrichter kann jeder werden, der Engagement und die körperlichen Eigenschaften dazu besitzt. Die Aufgaben hören sich zunächst auch relativ einfach an: Die Aktionen der Ringer müssen bewertet werden und der Kampfrichter beendet den Kampf mit dem Sieg eines Athleten. Das kann eigentlich jeder! Ganz so einfach ist es allerdings nicht: Die Arbeit eines Kampfrichters ist viel komplexer. Bis zum Erhalt der Lizenz durchläuft ein Anwärter verschiedene Stufen der Ausbildung. Er muss die gültigen Regeln (zum Beispiel die Punkteverteilung) lernen und verstehen, sie anzuwenden. Überdachtes und gerechtes Handeln vor allem in Konfliktsituationen ist extrem wichtig. Deshalb gehört zur Ausbildung auch der Dienst auf der Matte. Klare Zeichensprache und eine gewisse Routine kommen ja nicht von alleine - sie müssen eingeübt werden. Dabei helfen ausgebildete Kampfrichter und Referenten. Regelmäßige Lehrgänge schulen den "Neuling" zusätzlich. Auch während der aktiven Zeit als lizenzierter Kampfrichter werden weiterhin Prüfungen geschrieben und Lehrgänge teilgenommen. Sie entscheiden mit über die Einstufung eines Kampfrichters.
Hat der Anwärter seine Lehrzeit absolviert, muss er eine schriftliche und praktische Prüfung ablegen. Die schriftliche Prüfung umfasst das Regelwerk und kampfrichterspezifische Fragen. Bei der praktischen Prüfung dagegen werden die angehenden Schiedsrichter meist bei kleineren Turnieren eingesetzt und beobachtet. Stimmen die Bewegung, das Verhalten und die Wertungen, hat der Prüfling seinen Test bestanden. Er erhält eine Lizenz und ist berechtigt, Kämpfe zu leiten.

 

Wie ist das weitere Umfeld?

Die Tätigkeiten eines Kampfrichters beschränken sich nicht allein auf die Einsätze bei Kämpfen. Bei den jährlichen Lehrgängen gibt es, neben den ernsthaften Angelegenheiten in den Kursen, die gemeinsame Freizeitaktivitäten. Die Sportart Ringen und die Gemeinsamkeiten schweißen die Leute zusammen und lassen neue Freundschaften entstehen. Solidarität wird bei den Kampfrichtern großgeschrieben. Denn wer mit Ringern im Kampf fair umgeht, tut das auch mit seinen Mitmenschen.

 

Wo kann ich mehr erfahren?

Informationen über Kampfrichter gibt es bei den jeweiligen Landesverbänden und bei den Kampfrichterreferenten. Auch ihr Ringerverein wird ihnen gerne weiterhelfen.      > INFO

 

Auszug aus Dt-Ringerforum



 

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